Sonntag, 11. August 2013

Blümchennägel und endlose Verhandlungen

Kia Ora,

Viel zu früh wach und geduscht, musste ich darauf warten, dass Kim und Sarah (zu einer normalen Zeit) aufstehen und es endlich 10 Uhr ist. Denn um 10 Uhr wollten wir uns mit Ferdy an der Introsection treffen und zu unser traditionellen balinesischen Massage laufen :)

Als es endlich soweit war, stand die Sonne natürlich ausnahmsweise mal strahlend und kochend-heiß am Himmel. Wir sind also ganz schön ins Schwitzen gekommen, als wir erst die gehassten Treppen nach Ubud runter und dann den Berg zum Spa rauf mussten. Aber ich verrat schon Mal: die Mühe hat sich gelohnt :)
Eledigt, müde (zumindest ich) und schwitzend saßen wir dann erst einmal auf kleinen roten Holzbänken und haben ein bisschen gewartet. Verschiedene nette Damen kamen dann und haben uns gefragt, was wir gebucht haben oder was für eine Massage wir denn wollten. Die vierte hat uns dann gebeten, ihr zu folgen. Also sind wir durch den kleinen runden Friseursalon durch, auf der anderen Seite auf einen Hinterhof und dann in eine lange Reihe von unterschiedlichen Bambuskabinen getreten. Die dritte Kammer links war dann für mich :D

Mit vier Wänden und einem Dach lag man trotzdem irgendwie draußen, weil nichts in sich geschlossen war und so konnten ich die ganze Zeit die Blätter draußen rauschen hören. Mit einigen Versändigungsproblemen hat mir eine zweite nette Damen versucht zu erklären, was ich genau alles ausziehen muss. Das ist aber leider gescheitert und so habe ich meine gesunden Menschenverstand eingesetzt und beschlossen, dass alles bis aufs Höschen bei einer Ganzkörpermassage weg muss :D Ich lag auch ziemlich richtig :D

Ein nettes Mädchen noch kleiner als ich hat mich dann massiert und das auch mit ziemlich und vor allem erstaunlicher Kraft. Anfangs saß sie auf mir drauf, dann hat sie mich an der Seite gekitzelt, meine Arme und Beine in die Länge gezogen, meine Schultern durchgeknetet und meine Stirn massiert. Zwischen drin war ich mir nicht mehr sicher, ob ich von einer oder zwei Person massiert werde, weil ihr Arme sich so schnell bewegt haben und immer wieder war ich vollkommen überrascht, wenn sie plötzlich ohne irgendein Geräusch gemacht zu haben, an der anderen Tischseite stand! Die eine Stunde ging so schnell rum und dann kam das eigentlich Beste an der ganzen Sache: die Dusche!

Weil ich ja komplett in Massage-Öl gebadet war, hat meine Masseurin mir die Dusche angemacht und die war HEIß!! Nicht kalt, nicht warm und keiner hat vor der Tür gestanden und gewartet, dass man das Bad frei macht. Himmlisch :D

Entspannt nach Massage und heißer Dusche bin ich dann aus meiner Bambus-Kammer raus und hab auch gleich Sarah und Kim getroffen (nur Ferdy hat bestimmt noch 10 Minuten länger geduscht). Zusammen sind wir zurück zum Frieseursalon und haben da Schwarzentee mit Ingwer bekommen und frisches Obst. Sarah und später auch Ferdy haben das W-Lan genutzt, während Kim und ich uns einen Nagellack aussuchen durften. Mit den gewünschten Farben in der Hand durften wir wieder Platz nehmen und dann wurden unsere Füße geschrubbt, eingecremt, in Wasser gebdaet und massiert. Im Anschluss wurden die Nägel gefeilt, vorlackiert und mit jeder Menge Nagellack bedeckt, bis sie so schön aussahen:





Wie auf rohen Eiern, um ja nicht unsere schönen Nägel zu ruinieren sind Kim und ich zu den anderen (Ferdy und Sarah waren mittlerweile zum Starbucks vorgelaufen) nach Ubud gegangen, nach einer Lagebesprechung, wer jetzt wohin geht und mit wem, sind Kim und ich zum Markt gelaufen und der Rest zurück zum Freiwilligenhaus.

Mit einer genauen Wunschliste sind wir beide in das Chaos des Marktes eingetaucht und haben dabei schon wieder eine Ecke entdeckt, die wir noch nie zuvor gesehen haben! Schon nach drei Sekunden war  ich eigentlich schon wieder Spa-reif! Wirklich jeder Verkäufer spricht dich an "one more!", "look inside", "come inside", "only 30 000" und jeder zweite hält einem einen bunten Sarong, ein Messer oder eine Holzmaske vor die Nase. Zusätzlich ist der Markt von Ubud natürlich laut, bunt, von Gewürz- und Räucherstäbchengerüchen überlagert und mit Menschen überflutet. Mittlerweile sag ich "no, thank you!" schon im Schlaf!Aber Kim und ich wussten ja genau was wir wollten, also haben wir uns 20 Minuten lang gezielt durch die Menge geschlängelt und verhandelt wie die Weltmeister. Den grundsätzlich will jeder Verkäufer immer über 200 000 Rupiah, egal was man kaufen will (man kann es ja mal versuchen, vielleicht fällt ein Tourist ja drauf rein)! Und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir für manche Sachen immer noch zu viel bezahlt haben, obwohl wir die Preise schon ordentlich runter gehandelt haben, aber naja...wir haben trotzdem ein paar Schnäppchen gemacht :D

Der Rest des Tages war eigentlich recht entspannt. Wir haben die Post eine Weile lang gesucht und schließlich auch gefunden, wir haben Sarah bei Starbucks wieder getroffen und sind zusammen den Berg hoch nach Penestanan Kaja. Wir haben bei Cafe Vespa etwas gegessen und sind dann zu Kopi Desa um zu Skypen (und es hat auch geklappt *freu*), dann sind wir nochmal zu Dinner ins Cafe Vespa und nach Hause.
Und morgen bricht dann schon meine vierte Woche an und wir fahren für ein paar Tage nach Sanur :) Ich sag nur: STRAND :D

Ich lass was von mir hören, sobald ich Internet habe. Ich hab euch lieb!

See ya :)






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