Mittwoch, 28. August 2013

Und runter vom Vulkan

Kia Ora,

erster Tag, letzte Woche. Aber auch der erste Tag der Adventure Week :)

Mit Theresa und zwei anderen Mädchen standen wir deshalb auch schon um acht an der Kreuzung in Penestanan und haben gewartet. So genau auf wen wir gewartet haben, wussten wir gar nicht. Aber irgendwann ist ein Typ in Trekkingschuhen und Sportshorts aufgetaucht und hat gefragt, ob wir von der Organisation sind. Das beste annehmend und in das Gute im Menschen vertrauend sind wir dann alle zusammen mal wieder in einen alten, klapprigen Bus geklettert und erst einma zu unser großen Überraschung zu dem Luxus-Hotel "The Mansion" gefahren. Wir haben dann leider aber nur drei Spanierinnen eingesammelt und sind schnell wieter gefahren.

Erster Stop war eine Kaffee-Plantage, im Grunde also absolut nichts für mich. Aber unser Guid hat uns dann noch viele andere Pflanzen gezeigt und erklärt. Ich hab dabei meine Unwissenheit um die Wachs-Gewohnheiten der Ananas gelüftet:


Und jede Menge Bilder von grünen Pflanzen gemacht, bei denen ich in der Sekunde, in der ich den Auslöser gedrückt hatte, den Namen wieder vergessen hatte. Ich sag nur: Goldfisch-Gedächtnis :D Nach einer kleinen Wanderung durch den Garten sind wir an zwei Käfigen vorbei gekommen mit Luwaks (Im Deutschen heißt das Tier wohl Fleckenmusang). Kleinen katzenähnlichen, schlafenden Tieren, die die Kaffeebohne essen, aber nicht verdauen und dann wieder ausscheiden. Danach ist der Kaffee koffeinfrei und angeblich besonders gut. Auf jeden Fall kostet er ein Schweine Geld!! :D Aber die Tierchen sind super süß :)
Wir durften dann auch in einem kleinen Cafe Platz nehmen und Kaffee- und Teesorten probieren. Ich fand alles mit Honig oder Zucker  klasse, unabhänigig vom Geschmack. Das waren dann also: Schoko-Kaffee, Vanille-Kaffe, Kokosnuss-Kaffee, Lemongrastea, heiße Schokolade, und heißer Safran :D Theresa und Linda haben sogar noch eine Tasse Luwak-Kopi probiert, aber da hab ich die Finger von gelassen. Das sah schon von weitem nicht süß aus!

Wir sind dann auch noch ganz zufällig in den Shop von unserem Guide geführt worden, bevor wir endlich zum richtigen Frühstück aufgebrochen und weiter hoch nach Kintamani, zum Lake Batur zwischen den Vulkanen gefahren sind. Dort haben wir dann erst einmal ausfürhlich gefrühstückt und die Aussicht mit etlichen Fotos gewürdigt.

Wir mussten dann nochmal ein kleines Stück Autofahren, bevor wir an einer Straße, vor einer Lagerhalle (wenig vertrauenserweckende Gegend in Deutschland, in Bali ungewisser Alltag :D) auf unsere Mountainbikes gewartet haben. Die kamen dann auch recht bald. Ich hab mir ein sportliches, neon-grünes Bike ausgesucht und einen wackeligen Helm....aber eh immerhin besser als kein Helm! Jetzt wo ich die Rollerfahrt überlebt habe, wollte ich nicht auf einem Drahtesel sterben! In einer kleinen Gruppe ging es dann los. Drei Stunden lang bergab :D Eigentlich müsste man meinen, eine einfache Aktion! Nicht für mich....Erstens meine Brems-Dinger waren so weit weg vom Lenker, dass ich total meine Finger dehnen musste, um überhaupt bremsen zu können und das musste ich die GANZE Zeit es ging ja nur bergab. Und zweitens habe ich herausgefunden, wieso Fahrrad fahren nichts für mich ist. In der Sekunde, in der ich mich auf mein Fahrrad schwingen, ist mein Kopf gelangweilt und wechselt von dem Wachsam-Aufmerksam- in den Tagträum-Modus! Eine ganz doofe Entscheidung, wenn man in einer Gruppe eine Straße entlang bergab fährt....Aber hey, ich lebe noch, das schwarze Zeugs ist aus meinen Klamotten raus gegangen und ich hab nur zwei kleine blaue Flecken ;)


Aber die Tour war auch schön, wir haben Reisfelder gesehen, lustige Bäume, etwas über die Kultur gelernt und ich musste so gut wie nie in die Pedale treten :D

Im Anschluss (nach einem kleinen, aber fiesen Berg am Ende, den wir hoch mussten) gab es scharfes, balinesisches Essen und drei Liter Wasser und eine entspannte Heimfahrt im Bus.

See ya :)







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