Donnerstag, 24. Oktober 2013

Der frühe Vogel

(Freitag,  18. Oktober 2013)


Kia Ora,

4.45 Uhr ist keine gute Uhrzeit. Trotzdem bin ich tapfer aufgestanden, hab ein Nutella Toast hinunter gewürgt und habe mich mal wieder mit Salomon in einen Bus gequetscht. Diesmal ging es los mit traditionellen, indischen, hinduistischen Morgengesängen und einer wackeligen Fahrt tiefer in die Berge hinein.
Ziel war die Quelle des Cauvery Flusses in Bagamandala. Weil heute ein Feiertag zu Ehren des Flusses in Karnataka ist, sind wir schon besonders früh aufgebrochen und obwohl es gerade mal 8 Uhr morgens war, hatten schon die ersten Marktständen an der Straße geöffnet, Leute waren schon im Fluss am Baden und nach einigem Warten sind wir mit einem fast vollen Bus den Berg weiter hoch gefahren zu dem eigentlichen Ursprung. Rund um die Quelle ist ein Tempel erbaut wurden, wir sind also barfuß zu dem kleinen Becken mit dem dunkel-braunen Wasser im Boden gegangen in dem einige Inder gebadet haben (es soll ihre Sünden wegwaschen) und haben beobachtet wie unter den pompösen Blumenschmuck aus einem winzigen Loch wirkliches Quellwasser geholt wurde und an die wartenden Hindus verteilt wurde.

Salomon und ich haben uns nicht angstellt, stattdessen sind wir mehr als dreihundert Stufen (mit einigen Foto-Unterbrechungen zwischen drin, wobei ich das Fotomotiv war) hochgestiegen und haben von der Bergspitze aus das komplette "Kaffeeland" überblickt. Obwohl es sehr nebelig war, war die Aussicht über die grünen Berge atemberaubend.

Von der Spitze aus sind wir dann eine Stunde lang bis zum Fuß des Berges gelaufen, genannt Bramagiri. In der Zwischenzeit ist es immer wärmer geworden und ich habe Freundschaft mit einigen bunten Schmetterlingen geschlossen und Kaffeebohnen aus der Nähe beobachtet :D Nach dieser Wanderung habe ich erst einmal eine CocaCola Pause gebraucht, bevor ich mir noch den Ganesha Tempel am Bergfuß angesehen habe. Am Talcavery Birth Place treffen dann der winzige Strom aus der Bergquelle mit einem anderem Strom zusammen und werden von einer weiteren unterirdischen Quelle gespeist, es entsteht also der der große Cauvery-Fluss. Für die Inder ein Grund ein weiteres Bad in dem dreckigen Wasser zu nehmen und ihre Sünden weg zu waschen. Bewundersnwert war auch die junge Inderin, die sich auf dem Boden sitzend am Wegrand ein Tattoo hat stechen lassen!

Nach dem frühen Aufstehen und dem vielen Gelaufe sind Salomon und ich müde in den Bus gestiegen und haben die zwei-stündige Rückfahrt in Angriff genommen. Ich hab dabei wie immer tagträumend aus dem Fenster geblickt, während Salomon geschlafen hat :D

In Madiekeri haben wir ein bisschen Pause gemacht, bevor mir Salomon noch drei Tempel in Madiekeri gezeigt hat.

Und dann war für mich der Tag um 20 Uhr auch schon zu Ende. Ich war einfach zu müde :D


See ya :)














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