Dienstag, 22. Oktober 2013

Srirangapatnan

(Mittwoch,  16. Oktober 2013)


Kia Ora,

heute hieß es wieder früh aufstehen, zum Glück diesmal nur um 6:30 Uhr. Nach einer kleinen Katzenwäsche sind Salomon und ich wieder zur Bushaltestelle gelaufen und haben diesmal die 3-Stunden-Fahrt nach Mysore auf uns genommen.

Ich hatte einen Platz am Fenster und habe die Landschaft, die Leute und einfach Indien beobachtet. Salomon hat fest geschlafen. Nach genau zwei Stunden in einem voll indischen Bus, mit 2-Zentimeter dicken Polstern auf unebenen Straßen hat mein Hintern angefangen zu schmerzen, letztlich habe ich durch mein Gezappel sogar Salomon aufgeweckt :D Ich hab es aber überlebt und meine Keherseite übrigens auch.
In Mysore angekommen, hat Salomon mich in ein kleines, aber sehr beschäftigtes Restaurant in der Nähe der Bushaltestelle geführt und ich habe mein erstes indisches Frühstück probiert. Ich hab den Namen vergessen. Es waren zwei Puffreis-Bälle mit einem Chili-Kokosnuss-Chutney, das viel zu scharf für mich war und einer roten Sauce, die auch scharf, aber lecker-scharf war :) Danach sind wir in ein Taxi gestiegen, oder zumindest war das der Plan, stattdessen bin ich von drei Souvenir-Verkäufern belagert worden, die extrem hartnäckig waren. Nach fünf sehr langen Minuten hatte das Taxi es dann aus der Schlammpfütze geschafft und wir konnte ins Auto und in den Verkehr flüchten.

Bei bestem Wetter und angenehmen 29 Grad (ich fand es wirklich angenehm) sind wir aus der Stadt raus und nach Srirangapatnam gefahren, einer kleinen Insel 10km entfernt von Mysore. Erster Stop war ein großer Tempel, der umgeben war von dicken Burgmauern. Vor dem Tempel hatte sich schon eine lange Schlange von Menschen versammelt, die ein Opfer im Ranganatha Swany Temple darbringen wollten. Wir sind stattdessen einmal rund herum gelaufen, haben die Schildkröte in dem Temple-Brunnen besucht (oder zumindest gesehen) und haben uns dann noch die Souvenires-Stände angesehen, die alle lustiger Weise pinke Stofftiere verkaufen. Von dem Temple sind wir weiter zum Colonel Bailey's Dungeon gefahren - einem stark befestigten Gewölbe-Gefängnis aus der Zeit der englischen Besatzung, aber mit traumhafter Aussicht auf den Cauvery River und jede Menge Palmen.

Nach einer kurzen Taxifahrt musste ich für den Todespunkt von Tippu wieder die Schuhe ausziehen, bevor es weiter ging zu dem Dariya Daulat oder mit anderen Worten dem Sommerpalast von König Tippu und seinem Vater. Ein wundervoller Park mit alten Bäumen und wunderschönen Blumenbeten umgibt den offenen Holzpalast mit den detailreichen und langsam verblassenden Wandmalereien - wieder Mal ein Ort an dem ich nicht fotografieren durfte :(

Danach sind wir zum Jama Masjid gefahren, einer gelbe Moschee auf der Insel mit einem Brunnen in dem keine Schildkröte schwimmt. Letzte Station des Tages war Gumbaz, das Grab von Tippu, seinem Vater und seiner Mutter - ein wunderschöner, reich verzierter heller Tempel für den ich wieder meine Turnschuhe ausziehen musste :D

Die Rückfahrt verschwimmt dann ein bisschen. Ich war unglaublich müde nach der Tagestour. Salomon hat mich in den richtigen Bus geschubst, ich hab mich ans Fenster gesetzt, vor mich hingeträumt und plötzlich war ich zurück in Madiekeri und auf halben Weg ins Bett :D

See ya :)
















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